Kompetenzen und Wissenswertes
Was wir tun …
Wir helfen Menschen in Notlagen, ehrenamtlich, zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Als Mitglieder der Staffel verbindet uns die Freude an dieser Tätigkeit, die Liebe zu unseren Hunden und das Interesse, die Fähigkeiten unserer Fellnasen sinnvoll einzusetzen. Um den Anforderungen eines kompetenten Rettungshundeteams im Einsatz gerecht zu werden, bilden wir uns regelmäßig weiter und trainieren mit unseren Hunden in verschiedenem Gelände und wechselnden Szenarien.
Wir profitieren von den unterschiedlichen Erfahrungen und dem beruflichen Hintergrund unserer Staffelmitglieder. Dies ermöglicht eine zielorientierte und nützliche Ausbildung und konstruktive Zusammenarbeit. Unsere gegenseitige Wertschätzung und eine ausgeprägte Teamorientierung sind verlässliche Grundsteine für unser Handeln im Einsatz.
Aufgrund unserer Zusammenarbeit im „Verbund Sächsischer Rettungshunde“ bündeln wir staffelübergreifend Ressourcen und fachlich-spezifische Kenntnisse für erfolgreiche Einsätze.
Bilderstrecke



































Wissenswertes
Wann kommt die BRH-Rettungshundestaffel Mittelsachsen e.V.
zum Einsatz?
In der Rettungshundestaffel Mittelsachsen werden Flächensuchhunde ausgebildet. Diese werden zur Personensuche in unwegsamen Gelände und unbebauten Flächen (Wälder, Wiesen, Feld) eingesetzt. Der Hund arbeitet freilaufend und sucht nach menschlicher Witterung. Jede sich im Suchgebiet befindende lebende Person wird vom Hund aufgespürt und angezeigt. Mit dieser Suchmethodik ersetzt ein Rettungshundeteam bestehend aus einem Suchhund und zwei Einsatzkräften mit geringem Zeitaufwand eine Suchkette von 50 Menschen. Innerhalb der Trümmersuche werden verschüttete Personen in eingestürzten Gebäuden, Steinbrüchen oder ähnlichen Einsatzsituationen gesucht. Hierfür ist eine erweiterte Ausbildung und Prüfung zum Trümmersuchhund erforderlich.

Kein Fund im Suchgebiet
Das Rettungshundeteam führt eine lückenlose Absuche des zugewiesenen Suchgebietes durch, wobei die Suchpfade der einzelnen eingesetzten Hunde via GPS-Aufzeichnung aufgezeichnet werden. Mit Beendigung der Suche erfolgt die Meldung an die Einsatzleitung und die Rückkehr zum zentralen Sammelpunkt um die Suche auszuwerten und Besonderheiten im Suchgebiet, wie z.B. eingezäuntes Gelände oder der Fund von Kleidungsstücken etc., zu besprechen. Die GPS-Daten der Suche werden ebenfalls an die Einsatzleitung übermittelt und besprochen. Da die Suche eine körperlich und geistig anspruchsvolle Aufgabe für Mensch und Hund ist, wird nach einer erfolglosen Suche eine Ruhephase für Hund und Einsatzteam eingehalten, sofern weitere Suchgebiete abgearbeitet werden müssen. Diese Pause ist insbesondere für die Sinneswahrnehmung der eingesetzten Hunde unabdingbar, um das Auffinden der vermissten Person, sofern sich diese im Suchgebiet aufhält, zu gewährleisten.

Ablauf eines Einsatzes
Die „BRH-Rettungshundestaffel Mittelsachsen“ ist Mitglied des Verbundes sächsischer Rettungshunde und wird daher über diesen Verbund alarmiert, die Einsatzkräfte des Verbundes werden von der Polizei angefordert. Mit der Alarmierung direkt auf das Smartphone werden Informationen zum Einsatzort und die Verfügbarkeit angeforderter Einsatzkräfte abgestimmt. Bei Ankunft und Anmeldung bei der Einsatzleitung werden den Einsatzkräften Information zum Suchgebiet und zur vermissten Person (Aussehen, Alter, Gesundheitszustand, Zeit des letzten Kontaktes usw.) mitgeteilt. Anschließend erfolgt die Zuweisung der Suchgebiete an die jeweiligen Hundeführer und Suchtrupphelfer durch die Einsatzleitung. Nach dieser Einweisung begeben sich die einzelnen Teams in die jeweils zugeteilten Suchgebiete und beginnen mit den Vorbereitungen zur Suche: Funküberprüfung, Orientierung (Karte/Kompass und GPS), Vorbereitung der Hunde und Ausrüstung. Danach beginnt die Suche.

Fund der vermissten Person
Befindet sich die gesuchte Person im
zugeteilten Gebiet zeigt der Hund den Fund durch sein erlerntes Anzeigeverhalten (verbellen, pendeln, bringseln) an. Der Hundeführer und sein Suchtrupphelfer orientieren sich akustisch und per GPS, wo sich der Hund befindet und begeben sich umgehend dorthin. Je nach Auffindesituation wird umgehend mit der medizinische Erstversorgung der Person begonnen. Zudem wird die Einsatzleitung über den Fund nebst Fundort (GPS) und gesundheitlichem Zustand der Person per Digitalfunk informiert. Im Bedarfsfall werden daraufhin weitere Rettungskräfte (Sanitätsdienst, Feuerwehr, Bergerettung etc.) durch die Einsatzleitung zur Auffindestelle beordert. Das Rettungshundeteam betreut die Person bis zum Eintreffen der Sanitäter und übergibt diese.


Ausbildung
Ein Rettungshundeteam setzt sich aus Rettungshund, Hundeführer und Suchtrupphelfer zusammen. Um den hohen Ansprüchen und der Verantwortung bei der Personensuche gerecht zu werden, muss jedes Teammitglied entsprechend geschult, trainiert und geprüft werden. Diese Ausbildung findet für die Rettungshundestaffel Mittelsachsen zweimal pro Woche auf einsatznahem Gelände (Wald, Gebäude, Trümmer) statt.
Ausbildung zum Hundeführer und Suchtrupphelfer
Hundeführer und Suchtrupphelfer erhalten die gleiche Ausbildung um eine vielseitige Einsatzfähigkeit sowie eine möglichst hohe Redundanz der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Folgende Ausbildungsinhalte müssen vor der Teilnahme an einem Einsatz vermittelt und in ihrer Anwendung während einer Prüfung durch den angehenden Hundeführer nachgewiesen werden:
- Sanitäts-Helfer-Ausbildung
- Orientierung, Umgang mit Karte, Kompass und GPS
- Erste Hilfe Hund und Kynologie
- Sprechfunkausbildung (Digitalfunk)
- Organisation und Einsatztaktik bei Rettungshundeeinsätzen
- gesetzliche Grundlagen (u.a. Sonder- und Wegerecht, Datenschutz)
- Unfallverhütung, Sicherheit im Einsatz
- Verhaltensgrundsätze bei Transporten
- Trümmerkunde
Mit Abschluss der Ausbildung zum Suchtrupphelfer können weiterführende Ausbildungen zum Einsatzassistenten, Gruppenführer oder Zugführer absolviert werden.

Ausbildung des Rettungshundes
Welcher Hund ist zum Rettungshund geeignet?
Mit Beginn der Ausbildung eines Rettungshundes wird geprüft, ob sich der Hund für diese anspruchsvolle Aufgabe eignet. Hunderasse und –größe spielen hierbei eine untergeordnete Rolle. In erster Linie wird die Gesundheit (körperliche Fitness), Arbeitsfreude und Nervenstärke des angehenden Rettungshundes geprüft. Der Hund sollte im Wesen freundlich sein und keine Aggressivität gegen Mensch und Tier aufweisen. Des weiteren ist eine gute Bindung zum Hundeführer für die Ausbildung zum Rettungshundeteam Voraussetzung.
Ausbildungsumfang für Rettungshunde
Der Rettungshund wird in den Bereichen Gehorsam, Anzeige, Witterung und Geschicklichkeit ausgebildet und geprüft. Das Mensch-Hund-Team muss als Voraussetzung für die Flächensuchprüfungen in der Begleithundeprüfung seine Fähigkeit in Gehorsam und Unterordnung zeigen. Die Ausbildung zum Flächensuchhund und das nachfolgend unverzichtbare ständige Training fokussiert sich auf die gezielte Aufnahme von Witterung im Gelände und in Gebäuden, sowie der verlässlichen Anzeige beim Fund der vermissten Person. Die Rettungshunde zeigen dem Hundeführer den Fund mittels akustischem Signal oder Aufsuchen des Hundeführers und führen zum Fundort an. Um den Hund in unwegsamen Gelände sicher einsetzen zu können, wird die Geschicklichkeit (Gerätetraining) des Hundes trainiert und geprüft.
Ausrüstung
Um als Rettungshundestaffel aktiv an Einsätzen in der Personensuche teilnehmen zu können, ist eine vielseitige und kostenintensive Ausrüstung erforderlich.
Hundeführer / Helfer
Als Hundeführer und Suchtrupphelfer ist eine gut sichtbare Einsatzkleidung erforderlich, um auch an Gefahrenquellen (Straßenbereich etc.) sicher arbeiten zu können. Weiterhin gehören Einsatzschuhe (S3), Helm, Handschuhe und Beleuchtungsmittel für Nachteinsätze zur persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte. Zur Orientierung im Gelände ist der Suchtrupphelfer mit GPS-Gerät und Kompass sowie Kartenmaterial ausgestattet. Digitalfunkgeräte zur Kommunikation mit der Einsatzleitung und ein Erste-Hilfe-Rucksack zur Erstversorgung der aufgefundenen Person gehören ebenfalls zu einer vollständigen Ausstattung.
Hund
Damit der Hund als Rettungshund deutlich zu erkennen ist, trägt dieser in der Sucharbeit eine reflektierende Kenndecke mit Beschriftung. Diese Kenndecke ist zudem mit Beleuchtung und Glocke ausgestattet um den Hund auch in weiter Entfernung akustisch und optisch wahrnehmen zu können. Des Weiteren werden im Einsatz mittlerweile auch unsere Hunde mit GPS-Ortungshalsbändern ausgestattet.

Einsatzfahrzeug
Zum Aufbau der Rettungshundestaffel wird weiterhin ein geländegängiges Fahrzeug als Einsatzfahrzeug benötigt. Zur vollständigen, einsatzfähigen Ausstattung des Fahrzeuges werden Hundeboxen, Notstromaggregat, Digitalfunkgeräte, Drucker, Laptop und Beleuchtungsmittel benötigt.
Laufende Kosten
Die laufenden Kosten (u.a. Spritkosten, Reparatur und Ersatz von Einsatzmaterialien, …) belaufen sich jährlich auf 5.000,00€ bis 10.000,00€. Die Einsätze werden nicht aus staatlichen Mitteln finanziert oder der vermissten Person in Rechnung gestellt.
Daher sind wir als Staffel in unserer ehrenamtlichen Tätigkeit auf Spenden angewiesen.

Sie möchten uns mit einer Spende unterstützen?
Darüber freuen wir uns sehr!

Oder auch direkt per PayPal:














